Barrierefreie Konzepte für den Verkehrs- und Freiraum

Ortskerne in Städten und Kommunen sind als öffentliche bzw. öffentlich zugängliche Bereiche zentrale Orte für vielfältigste soziale und kulturelle Interaktionen ihrer Bewohner und stellen zudem oftmals den Mittelpunkt für die alltägliche Versorgung dar. Diese Orte müssen deswegen jedem Bewohner zur Verfügung stehen, um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Attraktive Ortskerne sind belebte Ortskerne. Je mehr Bürger diesen aufsuchen können, um miteinander zu interagieren, desto dynamischer entwickelt sich die Gemeinschaft vor Ort. Eine aktive Haltung, um Ortskerne für alle Bürger zugänglich zu gestalten sollte dabei jeder Verwaltung eine Herzensangelegenheit sein. Mit der konzeptionellen Planung systematischer und einheitlich gestalteter Wegeführungen mit ortstypischen Leit- und Orientierungssystemen für Menschen mit Sehbehinderungen sowie z.B. abgesenkte Bordsteinen für Menschen mit motorischen Einschränkungen beginnt die Realisierung barrierefreier Ortskerne.

Denn Ziel einer barrierefreien Gestaltung von Gemeinden ist es Menschen mit motorischen Einschränkungen, Sehbehinderungen und Höreinschränkungen die Möglichkeit zu geben, sich selbstständig zu versorgen und am soziokulturellen Leben teilzunehmen. Gerade die fußläufige Erreichbarkeit von barrierefreien Behörden, Banken, Bäckern, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten sollte dabei für alle Bewohner sichergestellt sein.

Basierend auf der DIN 18040-3, der technischen Grundlage für die Gestaltung des öffentlichen Verkehrs- und Freiraumes für Menschen mit und ohne Behinderung, können Gemeinden schnell und mit geringen baulichen Veränderungen ein Höchstmaß an Komfort für seine älteren Mitbürger und Menschen mit Einschränkungen erreichen.

Entscheidend sind bei der Betrachtung und Umgestaltung die drei Prinzipien der Barrierefreiheit:

  • Auffindbarkeit
  • Zugänglichkeit
  • Nutzbarkeit
Barrierefreie Ortskerne erhöhen die Lebensqualität aller Bewohner

Bei der Betrachtung und Analyse der neuralgischen Punkte wird dabei besonders auf die Berollbarkeit von Oberflächen, ausreichende Breiten der Gehwege sowie auf die Lückenlosigkeit einer barrierefreien Gestaltung geachtet. Eine lückenlose barrierefreie Kette soll dabei sicherstellen, dass mögliche Wege nicht von Hindernissen versperrt werden. Zudem eine einheitlich gestaltete Wegeführung durch den barrierefreien Ortsker leiten soll.

Ein weiteres Merkmal eines barrierefreien Ortskerns ist die Integration eines taktilen Begleitstreifens, der ohne Unterbrechung sowohl einen ertastbaren Kontrast, wie auch visuell wahrnehmbar Mitbürgern mit beeinträchtigtem Sehvermögen sichere Wege und Orientierung ermöglicht. Eine passgenaue und geschlossen barrierefreie Wegekette in den öffentlichen Verkehrs- und Freiräumen mit Parkanlagen führt zu einem deutlichen Anstieg an Sicherheit und Lebensqualität. Auch soziokulturellen Einrichtungen wie Sportstätten, Grillhütten, Marktplätze und Veranstaltungsorte sollten für alle Bewohner besuchbar sein.

Mit der konzeptionellen Planung systematischer und einheitlich gestalteter Wegeführungen mit ortstypischen Leit- und Orientierungssystemen für Menschen mit Sehbehinderungen sowie z.B. abgesenkte Bordsteinen für Menschen mit motorischen Einschränkungen beginnt bereits die Realisierung barrierefreier Ortskerne.

Ich unterstütze Städte und Gemeinden wie sie barrierefreies Bauen einfach, passgenau und gesetzeskonform umsetzen und dadurch ihren Bürgerinnen und Bürgern alltägliche Hürden aus dem Weg nehmen.

Interessierte Gemeinden haben zudem die Möglichkeit öffentliche Vorträge als Informationsveranstaltung für Ihre Bürgerinnen und Bürger mit mir zu planen. Oftmals lassen sich dabei viele Fragen und Zweifel klären. Themen bei diesen öffentlichen Veranstaltungen sind:
– Barrierefreies Bauen
– Nachhaltigkeit bei Planung
– Gesetzgebung

Lesen Sie im folgenden Artikel über die Möglichkeiten eine Ortschaft barrierefrei zu gestalten.